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Das Immunsystem
und Krebs

Unser Immunsystem arbeitet unermüdlich. Es bekämpft nicht nur Krankheitserreger, sondern auch kranke Körperzellen – und ist somit durchaus in der Lage, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Doch oft können Krebszellen das Immunsystem austricksen. Die Folge: Sie wachsen unbehelligt – ein Tumor entsteht.

Über Krebsentstehung

Wie entsteht ein Tumor?

Der Körper besteht aus einer Vielzahl von Zellen. Diese besitzen nur eine begrenzte Lebensdauer und müssen daher fortlaufend ersetzt werden. Die dazu benötigten neuen Zellen entstehen durch die sogenannte Zellteilung, bei der eine exakte Kopie der Ursprungszelle gebildet wird. Bei diesem Teilungsprozess können sich Fehler einschleichen. Im Normalfall nutzt der Körper verschiedene Mechanismen, um diese veränderten Zellen entweder zu reparieren oder auszumustern. Aber auch das Reparatursystem kann versagen: Es kommt zu einer unkontrollierten Zellvermehrung der beschädigten Zelle, ein Tumor kann entstehen.

Dr. med. Achim Rittmeyer, beschreibt die Rolle des Immunsystems in der Bekämpfung von Krebszellen.

»Wir gehen davon aus oder wissen eigentlich, dass jeden Tag Zellen entstehen, die potentielle Krebszellen sind und die eine Mutation haben. Wenn diese nicht kontrolliert werden, können diese zu Krebs anwachsen. Normalerweise erkennt unser Immunsystem diese als kranke Zellen, die ausgemustert werden müssen.«

– Dr. med. Achim Rittmeyer –

 

Wie reagiert das Immunsystem auf einen Tumor?

Zellen haben eine besondere Art, miteinander zu kommunizieren: Auf ihrer Oberfläche befinden sich zahlreiche Strukturen, die anderen Zellen Informationen liefern – wie ein hochgehaltenes Schild oder Transparent: Gehört das Gegenüber zum eigenen Körper oder kommt es von außen? Ist die Zelle jung oder alt, gesund oder krank? Im Normalfall können auch potentielle Krebszellen vom Immunsystem auf diese Weise erkannt und bekämpft werden. Tumorzellen stellen die Körperabwehr dabei allerdings vor eine ganz besondere Herausforderung. Zum einen handelt es sich bei ihnen um ehemals gesunde, körpereigene Zellen, die vom Immunsystem nicht angegriffen werden. Ihre Botschaft lautet: »Ich bin eine von euch!«. Das unterscheidet sie von in den Körper eingedrungenen Krankheitserregern, die eindeutig als fremd erkannt werden. Zum anderen nutzen die Krebszellen verschiedene Tricks, um sich dem Immunsystem zu entziehen. Wie sie das machen und wie lange es dauert, bis tatsächlich ein Großteil der kranken Zellen dem wachen Auge des Immunsystems entgeht, ist sehr unterschiedlich.

Kurz gesagt

Im Normalfall hat unser Immunsystem krankhaft veränderten Körperzellen einiges entgegenzusetzen, weshalb in den meisten Fällen aus diesen zunächst kein Krebs entsteht. Doch manche Zellen können dem Immunsystem entkommen.

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