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Das Immunsystem

Neue Therapieformen bei Krebs bieten große Hoffnung für Patienten, zusammengefasst werden sie unter dem Begriff »Krebsimmuntherapie«. Um die Wirkweise und das Besondere dieser neuen Präparate zu verstehen, lohnt ein Blick auf ihren Wirkungsort: das Immunsystem des Menschen.

Über das Immunsystem

Was ist das Immunsystem?

Von Zeit zu Zeit »erwischt« es die meisten: Eine Erkältung kündigt sich mit Halsschmerzen, Schnupfen und Frösteln an. Oder der Bauch grummelt, und es stellt sich die Frage: nur etwas Falsches gegessen oder doch etwas Ansteckendes eingefangen? Gelegentliche Infektionen sind nichts Ungewöhnliches. Die allermeiste Zeit sind wir jedoch gesund. Und das, obwohl wir täglich von unzähligen Viren, schädlichen Bakterien, Pilzen und Parasiten umgeben sind. Wie schafft der Körper das? Die Antwort darauf lautet: mit einem höchst effektiven, komplexen Immunsystem. Aber was meinen Mediziner, wenn sie diesen Begriff verwenden?

Das Immunsystem umfasst eine Vielzahl von Organen, Geweben und Zelltypen, die alle ein Ziel verfolgen: die Abwehr von Krankheitserregern (Pathogenen) oder ganz allgemein von allem, was in unserem Organismus Schaden anrichten kann – dazu zählen auch krankhaft veränderte oder zu alt gewordene Zellen des eigenen Körpers. Das Immunsystem arbeitet auf allen Ebenen: angefangen bei unserem größten Organ, der Haut, bis zu den kleinsten Funktionseinheiten des Körpers, den Zellen. Diese Vielschichtigkeit ist das Erfolgsrezept unseres Immunsystems. 

Ist Immunsystem gleich Immunsystem?

Nein! Zwar hat jeder Mensch eine gewisse Grundausstattung von Geburt an. Aber im Laufe des Lebens lernen bestimmte Zellen des Immunsystems mit jeder durchgemachten Infektion dazu (spezifisches Immunsystem). Ihr Immunsystem »kann« also andere Sachen als das Ihres Nachbarn, Ihres Partners, Ihres Arbeitskollegen.

Das angeborene und spezifische Immunsystem des Menschen

Aufgaben des Immunsystems

Der erste Schutz vor Umwelteinflüssen – und damit auch Krankheitserregern – ist die Haut: Zusammen mit den Schleimhäuten von Mund, Nase, Magen und Darm bildet sie eine mechanische Barriere, die die meisten Erreger einfach aussperrt. Doch die Haut ist nur passiver Schutzschild: Ihr saurer pH-Wert schafft zudem eine lebensfeindliche Umgebung, die für viele Erreger tödlich ist. Das Gleiche gilt für den sehr sauren Magensaft: Dieser verhindert in vielen Fällen, dass Krankheitserreger in den Darm und somit in die Blutbahn gelangen. Es ist für Krankheitserreger also gar nicht so leicht, sich Zutritt zu unserem Körper zu verschaffen!

Dennoch schaffen es manche Keime, in den Körper einzudringen. In diesem Fall setzt das Immunsystem eine Vielzahl von Reaktionen in Gang, um den Eindringlingen schnell und zuverlässig den Garaus zu machen.

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